Bekenntnisse

Willkommen im „geheimen Sudelbuch“ der Ina Eff !

 

Sudelbücher: Zugegeben, Dialog und Widerrede entringen mir schärfere Gedanken, als Selbstrede und -billigung. Aber die Welt ist nicht so eingerichtet, dass sich ein  stets rufbarar Geist in ihr zur Verfügung hielte, der mir jedweden Gedanken so kritisierte und lobte, dass der sich bewegte und Klarheit gewönne.

Dem Mißstand abzuhelfen dieses Grummelbrett. Zweierlei Hoffnung hangen ihm an: Erstens, ichselbst könne mir durch den Prozeß des Niederschreibens heimleuchten. Das ist ein alter Hut. Zweitens, es mag wohl Jemand durch Zufall in diesen WWWinkel verschlagen werden, der durch einen Satz oder eine Formulierung angezeckt wird. Vielleicht, ich bin so närrisch, darauf zu hoffen, nimmt er dann sogar die Mühe eines Kommentars auf sich. – Ah, Internet is great!

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2 Gedanken zu “Willkommen im „geheimen Sudelbuch“ der Ina Eff !

  1. carasaysinger schreibt:

    „Angezeckt“ – never heard that one before.
    Was mir in den trenches des www schon begegnete , ist „angefixt“.

    Does that mean the same?

    Eigentlich ist dieses Sprachgemisch eine gar gräusliche Unsitte, von der man hoffte, sie erledigte sich demnächst von selbst , vermittels welcher Form des Suizids auch immer.
    Andererseits ist es immer wieder erquicklich zu sehen, welche Mühen an den Tag gelegt werden, um der babelonischen Verwirrung zu entrinnen.

    Language is a virus from outer space.
    Come and see my play.

  2. nachdenklichekrankenschwester schreibt:

    „Anzecken“ ist Musikerjargon. Zum Beispiel, ich nehme mein Susaphon zur Hand und während ich gemütlich vor mich hin hupe, fängt der Drummer an, den unfassbarsten Lärm zu entfesseln:: So dass ich nie wieder aufhören möchte, das Blechungetüm im Takt zu schütteln, zu befingern und zu behusten. Diesenfalls hat der Drummer mich angezeckt.

    Schön ist dass Wort nicht.

    Es steht, ein Bettler, inmitten schillernder Wortmajestäten als umgekehrte Attraktion.

    Auch dieses Verfahren kömmt aus der Musik, wo harmoniefremde Töne den Hörer am einnicken hindern, das heisst bei Laune halten sollen.

    Natürlich, die Gefahr ist groß, man greift daneben. Ist mir wahrscheinlich mit dem „anzecken“ unterlaufen. Ich lasse es aber, schon um dieser Unterhaltung nicht ihren Bezug zu nehmen, stehen.

    In seiner ganzen Hässlichkeit.

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