Sinnsprüche und Splitter

Sinnsprüche und Splitter (2)

Phantasie: Ehrlichkeit ist die einfachste Art durchzukommen.

Grad, spitz und krumm: Das Zusammenstehen von Mann und Frau hat ihr Zusammenliegen zur Voraussetzung.

Am eignen Klang berauscht: Die wahrscheinlich genialste Erfindung des Menschen: Gott.

Erfindungen (2): Die wahrscheinlich genialste Erfindung des Menschen: Konstruktivismus. Weil er die Erfindung ist, die alle Erfindungen erfindet, einschliesslich seiner selbst.

Our time: Standing on the shoulders of dwarfs.

Dort: Das unangenehme wird dort kunstlos dem Nutzlosen verbunden.

Irrtum: Jeder Irrtum enthält etwas Richtiges. Manchmal überwiegt es. /ODER/ Beweist nicht, daß sich aus Irrtümern lernen lassen soll, daß sie im Wesentlichen richtig sind?

Kunst(3): Künstler wird, wer eine Artikulationsschwäche kompensieren muß.

Schönheit&Zeit: Alles ästhetische Empfinden bezieht sich auf den Augenblick. Schön können nur das Sein oder das Nicht-Sein sein; nie das Werden, als Prozeß erlebt. Lediglich, wer das Werden überdenkt und dergestalt wieder zu einem Augenblick zusammen zieht, kann dessen Schönheit empfinden. Das ästhetische Empfinden ist eine Art, die Zeit anzuhalten.

Vorläufigkeit und Lebensentwurf: Wer stets im Konjunktiv leben will, wird dennoch einmal im Indikativ sterben. /ODER/ Auch wer nur im Konjunktiv leben will, wird im Indikativ sterben müssen.

Selbstwerdung: Nicht in dem, was wir durchsetzen, formt sich unser Selbst, sondern in den Kompromissen, die wir eingehen müssen. Wer nie einen Kompromiss eingeht, ist niemand. Wer immer nur Kompromisse eingeht, ist auch niemand.

Vorsicht: Nichts ist so verletzlich, wie die Ordnung.

Die Wissenschaft teilt mit: Der Tod ist eine Zivilisationskrankheit.

Saure Trauben: Konservativ wird man aus Enttäuschung. Wer einnmal bei einer Losbude eine Niete gezogen hat, bekommt Angst er könnte von tausend Lebensalternativen eine von den 999 wählen, die eine Verschlechterung bedeuten.

An die Rechten:  Benehmt euch künftig //
Mal vernünftig!

An die Linken: Es reicht nicht, ungerecht behandelt worden zu sein, um Recht zu haben.

Aphorismus (3): Sprich doch mal ’n Machtwort! Nee. Mach doch mal ’n Sprichwort!

Geburt der Tragödie: Die Tragik der Geschichte ist, das meiste in ihr ist schon vorbei.

Bewältigungen (1): Die Aufgabe des modernen Menschen (Bürgers, Citoyen, Konsumenten) ist die Aufgabe seiner selbst.

The ugly duckling: Wer überhaupt etwas wissen will, darf nicht alles wissen wollen.

Aphorismus (4): Aphorismen sind diejenigen Rätsel, deren Lösung das Leben ist.

Das Absolute (1): Eine Sache zur Perfektion bringen, heisst, sie verderben.

Persönlichnehmen: Was wir ernst nehmen, wo wir uns fest beissen, das macht uns schlechter in der Art und besser in der Sache. Blut ist ein ganz besondres Bier: Meins.

Schmerzliche Erfahrung: Wissen ist Ohnmacht.

Frauen & Männer: Liebe will das Zueinanderfügen zweier Menschen. Frauenliebe ist Kraftschluss, Männerliebe ist Formschluss. Frauenliebe klebt, Männerliebe klammert.

Aphorismus (5): Nur wer reich an Geist ist, kann tief denken; aber was er da findet ist nie geistreich.

Untiefen: Täuscht Euch nicht: Ein Lob ist zehnmal schwieriger zu verkraften, als ein Tadel!

Einzige Wissenslücke: Ich weiß nicht, was ich nicht weiß. (Sokrates ver. 1.1)

Aphorismus (6): Witz heisst, auf die allerfeinsinnigste Art grob sein.

Freier Wille (2): Das Leben ist nichts als besinnungslose Erfüllung von inneren und äusseren Pflichten. Die inneren Pflichten sind die wahren Tyrannen; deshalb nennt man sie den freien Willen. Das Genie macht denn auch die einzig wahre Revolution: Es insurgiert gegen seinen freien Willen.

Irrtum und Wahrheit: Es gibt Irrtümer, die so tief und kenntnisreich sind,  daß man fürchten muß, daß keine Wahrheit es mit ihnen darin aufnehmen kann. (Religion,  Friedell) – Die Wahrheit, weil sie wahr ist,  kommt nach ihrer Dingbarmachung zum Stillstand, bzw. bedingt bestenfalls andere Wahrheiten. Der Irrtum aber,  weil er keinen zureichenden Grund findet,  wird immer tiefer gesponnen, bis er schließlich die ganze Welt enthält. Ich kann mich des Verdachts nicht entschlagen, dass wir so viel von der Welt wissen, weil wir das Tier mit der Befähigung zu den tiefstgreifenden Irrtümern sind.

Irrtum und Wahrheit (2): Je tiefer man irrt, desto wahrer lebt man. /und umgekehrt / Je wahrer man lebt, desto tiefer irrt man.

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